limeo Shops limeo Tipps Kostenloses Günstiges Geld verdienen
 
 





Traveler - John Twelve Hawks
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgabe - 544 Seiten - Page & Turner

Traveller macht etwas, was spätestens seit Dan Browns Illuminati viele machen: Er setzt auf eine Verschwörungstheorie biblischen Ausmaßes und lässt einen 2000 Jahre alte Geheimbund, der die Geschicke der Welt bisher im Verborgenen lenkte, plötzlich ans Licht der Öffentlichkeit kommen. Denn die Bruderschaft der „Tabula“ möchte endgültig die Herrschaft der Erde an sich reißen. Hierfür hat sie die Welt mit einem Netz der Kontrolle überspannt. Allein die Brüder Michael und Gabriel, zwei „Traveller“ -- und als solche eine Art Erzengel der Gerechtigkeit --, können ihre Pläne noch zunichte machen. Oder ist es schon zu spät? Das jedenfalls muss Maya befürchten, die sich auf die Suche nach den beiden macht. Denn Michael ist bereits in der Gewalt der „Tabula“. Und Gabriel scheint wie vom Erdboden verschluckt zu sein ...
Nach eigener Aussage zählt John Twelve Hawks George Orwell zu seinen Lieblingsautoren. Das ist kein Wunder, auch wenn er nicht 1984, sondern die Essays des britischen Autors als vorbildlich für das eigene Schreiben nennt. Tatsächlich aber hat Hawks die negative Utopie eines totalen Überwachungsstaats geschrieben, die so wirkt, als habe Orwell seinen Klassiker nach dem Kino-Besuch von Matrix entstaubt und nach den neuesten technischen Erkenntnissen (und Visionen) aufgemotzt. Und das ist Hawks in der Nachfolge Orwells auf ausgesprochen spannende Art und Weise auch gut gelungen. Eine Verfilmung ist durch den Verkauf der Rechte schon in greifbare Nähe gerückt. Aber besser sollte man das Buch lesen. Denn die Bilder im Kopf, die es erzeugt, kann kein Regisseur auf Leinwand bannen.

Im Traveller gibt es noch eine Chance, sich der absoluten Kontrolle zu entziehen: Gabriel Corrigan, einer der Helden des Romans, lebt außerhalb des so genannten „Rasters“ -- eine Lebensweise, die auch Hawks nach eigenem Bekunden bevorzugt. „Ich möchte, dass sich die Öffentlichkeit auf das Buch selbst konzentriert und nicht auf mich“, erläuterte er in einem Interview seinen Wunsch nach einem zurückgezogenen Leben. Dass ein Mensch, der einen so hellsichtigen Roman geschrieben hat, hinsichtlich der Mechanismen des Buchmarkts so naiv sein soll, will man kaum glauben. So oder so: Traveller fällt durch (fast) jedes Raster. Ein unglaublich raffinierter, in seinen Phantasien denkbar präzises Buch. Die Presse wird Hawks keine Ruhe lassen. --Stefan Kellerer
© 1998-2002, Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

bei amazon bestellen 

Aeon Flux
Darsteller: Frances McDormand, Johnny Lee Miller, Marton Csokas, Charlize Theron
Regisseur(e): Karyn Kusama
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren

Man schreibt das Jahr 2415. 99 Prozent der Erdbevölkerung sind einem Virus zum Opfer gefallen, der Rest der Menschheit lebt eingemauert im idyllischen, extrem gut bewachten Stadtstaat Bregna. Das Sagen hat eine streng abgeschirmte Partei von Wissenschaftlern. Rebellen wie Aeon Flux, Topagentin der Untergrundbewegung 'Monican', werden gnadenlos gejagt. Kein Wunder, hat es die Freiheitskämpferin doch auf Regierungschef Trevor Goodchild abgesehen, der um das dunkle Geheimnis der 'schönen neuen Welt' weiß. Spielfilmversion einer animierten MTV-Science-Fiction-Serie aus den 90ern, von 'Girlfight'-Regisseurin Karyn Kusama mit moderatem Budget, aber viel Einfallsreichtum inszeniert. Zwar bedient sie sich kräftig in der Filmgeschichte ('Flucht ins 23. Jahrhundert'), dafür setzt sie Spezialeffekte wie rasiermesserscharfe Grashalme oder ein CGI-generiertes Luftschiff geschickt ein. Über allem aber thront Charlize Theron als katzenhaftes Cybergirl, ein Mix aus Latex-Luder und Lara Croft. Adäquater Volltreffer für die Sci-Fi-Gemeinde.
© 1998-2002, Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

bei amazon bestellen 

München
Darsteller: Eric Bana, Daniel Craig, Geoffrey Rush
Regisseur(e): Steven Spielberg

Im Grunde genommen ist München ein geradliniger Thriller. Er baut auf einem ziemlich bekannten Schema auf: dem Rachemotiv. Unschuldige Menschen werden getötet, die bösen Jungs kommen davon, und irgend jemand muss dafür sorgen, dass sie für ihre Tat bezahlen. Aber Regisseur Steven Spielberg nutzt dies als Grundstein, um dadurch komplexe ethische Fragen über die zyklische Natur von Rache und den moralischen Preis der Gewalt zu behandeln. Der Film beginnt mit einem Knall. Zu Anfang wird durch Szenen, die derart atemberaubend und grauenhaft sind, dass sie aus einem Horrorfilm stammen könnten, die Geiselnahme und Ermordung israelischer Sportler durch Terroristen der PLO bei der Olympiade im Jahre 1972 gezeigt. Nachdem dieses tragische Ereignis vorüber ist und einigen der Terroristen die Flucht gelang, engagiert die israelische Regierung von Golda Meir Avner (Eric Bana), der ein Team von insgeheim angeheuerten Agenten anführen, die Verantwortlichen irgendwo in Europa aufspüren und einen nach dem Anderen töten soll (in Wirklichkeit waren es verschiedenen Teams). Ein körperlich und emotional anstrengender Auftrag, und Konflikte zwischen Avner und Ephraim (Geoffrey Rush), dem Anführer des Teams, über Informationen, die Avner nicht preisgeben will, machen die Sache noch schwerer. Schon bald muss Avner dem Auftrag Tribut zollen, als die schwer wiegenden moralischen Fragen von Recht und Unrecht eine Rolle spielen – besonders, als klar wird, dass Avner ebenfalls gejagt wird und womöglich die Sicherheit seiner Familie auf dem Spiel steht.
München hätte im Grunde genommen ein unbestrittener Erfolg werden sollen – die Handlung dreht sich um auch heute noch aktuelle Gegebenheiten, die Co-Autoren waren einer der besten Theaterautoren der U.S.A. (Tony Kushner) und ein erfahrener Drehbuchautor (Eric Roth), Eric Bana ist ein ausdrucksstarker und sympathischer Hauptdarsteller, und zudem führte Steven Spielberg Regie. Obwohl es sich um einen tollen Film handelt, hatte eine solche Riege an Talenten mehr erwarten lassen. Daran haben vor allem einige fragwürdige Handlungselemente Schuld (so wie zum Beispiel die erfundene französische Familie, die als Informanten für das Aufspüren der Terroristen dient).

Auch wenn manche Aspekte vielleicht nicht überzeugen, stellt der Film doch ein gelungenes Werk dar – obwohl er nur "von wirklichen Ereignissen inspiriert" wurde, anstatt auf den Fakten zu basieren. Vom furiosen Anfang bis hin zur unvergesslichen Schlusseinstellung arbeitet München auf einem eher gefühlsmäßigen Level. Der Film ist ein Plädoyer für den Frieden und gibt eine unmissverständliche Warnung vor dem zerstörerischen Zyklus aus Terror und Rache aus. Wie einer der Charaktere sagt: "Danach wird es keinen Frieden geben." --Daniel Vancin
© 1998-2002, Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

bei amazon bestellen 





Webseite eintragen  |  Neue Einträge  |  Top 40 Links  |  limeo Tipps  |  limeo Shops  |  limeo aktuell  |  Info und Hilfe
Banner & Suchfelder  |   limeo als Startseite  |  zu den Favoriten hinzufügen


limeo - Copyright © 2003 - All rights reserved - maSie online